P R E S S E M I T T E I L U N G
Verantwortlich: Thomas Gedig
Kiel, 23.10.2002
SPD-Fraktion entsetzt über die Entwicklung bei
Heidelberger - Empörung über
einsame Vorstandsbeschlüsse
Entsetzt zeigt sich die SPD-Ratsfraktion über
die Absicht des Vostandes der
Heidelberger Druckmaschinen AG, den Standort Kiel aufzugeben. Nach einer
Mitteilung des Betriebsrates entläßt die Unternehmensleitung in Kiel alsbald
770 Menschen in die Arbeitslosigkeit. "Nach Mitteilung des Betriebsrates
verfolgt der Vorstand von Heidelberger weiter die Absicht, Kiel ganz zu
verlassen, zugunsten zersplitterter Standorte in der Umgebung," erklären
der
Fraktionsvorsitzende Eckehard Raupach, der wirtschaftspolitische Sprecher
der SPD-Ratsfraktion, Hans-Werner Tovar und der örtliche SPD-Ratsherr,
Thomas Wehner.
Die Kieler SPD kann diese einsame Entscheidung
des Vorstandes und die
Vorgehensweise in der Sache nicht nachvollziehen. "Wir sind empört über
den
rücksichtslosen Umgang mit den Kolleginnen und Kollegen!"
Die Landeshauptstadt Kiel und das
Schleswig-Holsteinische
Wirtschaftsministerium sind als zuverlässige Partner bekannt, um
bestmögliche Standortbedingungen zu ermöglichen, Arbeitsplätze zu schaffen
und vorhandene Arbeitsplätze zu erhalten. Die SPD-Ratsherren halten es für
hochgradig unfair und in der Vorgehensweise unverständlich gegenüber der
Landeshauptstadt Kiel und dem Land Schleswig-Holstein, dass der Vorstand von
Heidelberger den staatlichen Akteuren der Wirtschaftspolitik keine Chance
zur Mitwirkung bei dem Erhalt von Arbeitsplätzen und der Sicherung des
Standortes gegeben habe. "Angesichts der relevanten Hilfestellungen, die
Heidelberger in der Vergangenheit erfahren hat und der traditionellen
Bindung an den Kieler Standort, erschließt sich uns der Vorstandsbeschluss
in keiner Weise."