Ortsbeirat

 

Auch auf der 476. Sitzung des Ortsbeirates am 21.10.2003 stand wieder das Thema ‚Suchsdorf an der Au’ ganz oben auf der Tagesordnung. Dazu eingeladen waren Oberbaurat Knut Baudewig und Stadtplaner Kai Gieseler von der LEG. Daß die weitere Entwicklung des Baugebietes von großem Interesse ist, bewiesen die zahlreichen Besucher, darunter viele Neubürger.

 

Gleich zu Beginn konnte Kai Gieseler die gute Nachricht verkünden, daß das Hochbauamt in Abstimmung mit der LEG im Gebäude der Kita sog. ‚multifunktionelle Räume’ erstellen wird. Hierbei handelt es sich um die von vielen Suchsdorfern gewünschten und vom Ortsbeirat mehrfach geforderten Veranstaltungsräume. Sie sollen sowohl für Privat- und Vereinsfeiern als auch für Jugendarbeit zur Verfügung stehen. Baubeginn ist für das nächste Jahr geplant, die Einweihung soll im Sommer 2005 stattfinden.

 

Zum Punkt Verkehrsberuhigung Rethbruch lag dem Ortsbeirat eine Unterschriftenliste von ca. 45 Anwohnern vor. Die Unterzeichner fordern darin weitere Maßnahmen der Stadt Kiel. Nach Beobachtungen der Anwohner hat sich der Rethbruch, als Haupterschließungsstrasse im nördlichen Baugebiet, zur regelrechten Autorennstrecke entwickelt. U.a. wurden Fahrbahnschwellen, bzw. Aufpflasterungen vorgeschlagen. Auch eine Umwidmung zur Spielstrasse könnte man sich vorstellen.

Kontrovers zwischen den betroffenen Anwohnern wurde eine Anbindung der Schmiedekate an den Steinberg diskutiert. Diese läge allerdings direkt an der Kita und würde die als Sackgasse geplante Strasse zum Rundkurs machen.

Bisher, so Knut Baudewig, sei eine Aufpflasterung am Anfang des Rethbruch in Höhe des Redders fest eingeplant. Außerdem sollen 30-km/h-Hinweise auf die Fahrbahn aufgebracht werden. Eventuell seien zusätzliche Fahrbahnverengungen zu einem späteren Zeitpunkt sinnvoll.

Von einem Ausbau der vom Rethbruch abzweigenden Wohnstrassen zu ausgewiesenen Spielstrassen riet er ab. Sie seien als sog. Mischflächen, also Strassen ohne Bürgersteige und extra markierte Fahrbahnen, gebaut. Durch ihre geringe Breite und die Geschwindigkeitsbegrenzung seien sie de-fakto schon Spielstrassen. Echte Spielstrassen erforderten weitere kostspielige Baumaßnahmen ohne größere Sicherheit für spielende Kinder zu garantieren.

Zum Thema Autoraser, erklärte Kai Gieseler, daß alle bisherigen Untersuchungen ergeben hätten, daß es in der Regel die Anwohner selbst sind, die zu schnell fahren.

Nach seinen Erfahrungen gilt immer noch der Satz: ‚der Raser ist immer der Nachbar’, meinte dazu Stadtpräsident Arne Wulff.

Die sehr lebhafte Debatte überzeugte den Ortsbeirat, sich demnächst bei einer Ortsbegehung selbst zu informieren.

 

Zum Ausbau ‚Nienbrügger Weg’ sagte Herr Gieseler, daß ein Minimalausbau geplant sei. Dies bedeute eine Fahrbahnbreite von 5,50 m und einen Bürgersteig von 2,50 m Breite. Der Baubeginn richte sich nach dem Fortschritt des Ortszentrums.

 

Was den Bau der geplanten Brücken über die Au betreffe, konnte er berichten, daß der Neubau zur Anbindung an den Rungholtplatz noch in diesem Jahr fertig werden soll. Desweiteren sei eine Brücke im Norden in Höhe des Wildgeheges, sowie eine weitere südlich, etwa in Höhe des Pumpenweges, vorgesehen.

 

Zur Planung des ‚Quartierparks’ teilten Knut Baudewig und Kai Gieseler mit, daß die endgültige Gestaltung in Abstimmung mit den zukünftigen Anwohnern vorgenommen werden soll.

Da es nach Ansicht des Ortsbeirates einen Unterschied mache, ob an einer bestimmten Stelle etwa eine laute Skaterbahn, oder nur ein Sandkasten oder eine Rutsche aufgestellt werden, sollte möglichst rasch entschieden werden. Andernfalls seien Streitigkeiten mit den Anliegern bereits vorprogrammiert.

 

Ortsbeiratsvorsitzender Hans-Jürgen Lembke gab als nächstes die Information der KVG weiter, daß die Vertaktung des ÖPNV ab Dezember mit den Schulen abgestimmt werden soll.

Desweiteren will sich der Ortsbeirat bei der Stadt über Möglichkeiten zur Geschwindikeitsbegrenzung auf dem Steenbeker Weg erkundigen. Dabei sollten sowohl bauliche Veränderungen als auch die regelmäßige Kontrolle durch Blitzgeräte geprüft werden.

 

Für die Ortsbeiratssitzung im November kündigte Hans-Jürgen Lembke die Vorstellung neuer, wesentlich kostengünstigerer Planungen für die ‚Alte Dorfstrasse’ an, sowie neue Aktivitäten um den Rungholtplatz attraktiver zu gestalten.

 

Die nächste Sitzung findet am 11.11.2003 um 19.30 Uhr im Sportheim statt.