Ortsbeirat

 

Lange schon hatte die Stadtverwaltung ein Verkehrskonzept für die ‚Alte Dorfstraße’ angekündigt. Auf der heutigen 470. Sitzung des Ortsbeirates sollte nun endlich die Vorstellung stattfinden. Da die Situation dort zusehends problematischer wurde, sahen der Ortsbeirat und die betroffenenen Bürger den Planungen mit einiger Spannung entgegegen. Leider hatte Ortsbeiratsvorsitzender Reinhard Warnecke die Unterlagen so kurzfristig von der Verwaltung erhalten, daß eine ausführliche Diskussion der Pläne nicht sinnvoll erschien. So mußte es Reinhard Warnecke bei einer knappen Beschreibung der vorgeschlagenen Maßnahmen belassen.

Danach sei der Bau eines ca. 2m breiten Bürgersteiges mit Bordstein auf der östlichen Straßenseite geplant. Auf der gegenüberliegenden Seite sollen ab Höhe des kleinen Teiches bis zum Postgebäude öffentliche Parkplätze eingerichtet werden. Die Fahrbahnbreite wurde mit 5,50m angegeben. Zur weiteren Verkehrsberuhigung sind an mehreren Stellen Aufpflasterungen vorgesehen.

Als Haken bei den Planungen stellte sich die Finanzierung des Projektes heraus. Nach den Vorstellungen der Stadt sollen die Umbaukosten in Höhe von ungefähr 500.000 € zu einem großen Teil auf die Anlieger umgelegt werden. Dies wurde prompt von diesen als auch vom Ortsbeirat abgelehnt. Die Gewährleistung der Verkehrssicherheit sei alleinige Aufgabe der Stadt Kiel.

Seitens der Besucher wurde der Ortsbeirat aufgefordert mit dem Eigentümer von Haus-Nr. 11 in Verbindung zu treten, um zu prüfen, ob das Parken auf den zahlreichen ungenutzten Stellplätzen der Parkpalette ermöglicht werden könnte.

Auch wurden häufigere Polizeikontrollen der vielen Falschparker in der Alten Dorfstraße gewünscht.

Einen weiteren wichtigen Tagesordnungspunkt stellte der ‚B-Plan 917 – Bauvorhaben Trischenweg’ dar. Hier sorgte die CDU-Fraktion für kurzzeitige Verwirrung. Bereits auf der letzten Ortsbeiratssitzung beabsichtigten alle Mitglieder dem Kompromiss zwischen den Anwohnern und der Stadt geschlossen zuzustimmen. Nach vielen Gesprächen und mit der Unterstützung des Ortsbeirates war es gelungen, die Anzahl der ursprünglich geplanten Einfamilienhäuser zu halbieren. Als es heute jedoch zur Abstimmung kommen sollte, beantragten die CDU-Mitglieder überraschend die Ablehnung. Nachdem ihnen allerdings klar wurde, daß ihr Antrag überstimmt und der Ortsbeirat damit einer Teilbebauung der Flächen zustimmen würde, zogen sie ihn wieder zurück und verlangten Vertagung. Mit ihrer Stimmenmehrheit im neuen Ortsbeirat, der sich am 6.5.2003 konstituiert, wäre die Ablehnung dann sichergestellt.

Angesichts der intensiven Bemühungen des Ortsbeirates äußerte Reinhard Warnecke sein Erstaunen über den plötzlichen Sinneswandel. Herr Utermann, als Sprecher der Anwohner, würdigte die Unterstützung. Gleichzeitig drückte er aber seine Hoffnung aus, daß die Stadt, unter dem Eindruck der veränderten politischen Verhältnisse im Rathaus, von einer Bebauung ganz absehen könnte.

Zum Schluß der Sitzung wurde auf die aktuellen Termine für die Grünabfallsammlungen hingewiesen. Diese finden statt am 5.4. und 1.11. auf dem Parkplatz ‚Alte Chaussee’ und am 11.10. Ecke Nienbrügger Weg/Alter Viedamm.

Im April findet keine Sitzung des Ortsbeirates statt. Nächster Termin ist der 6. Mai.