Ortsbeirat
Die Umgestaltung des Rungholplatzes gehört zu den Themen, mit denen sich der Ortsbeirat seit längerem regelmäßig beschäftigt, ohne dass es zu einer tatsächlichen Veränderung kommt. Dies wird wohl auch in der näheren Zukunft so bleiben. In der Sitzung des Ortsbeirates am 9. Januar d.J. erinnerte Herr Kinkeldei, Leiter der Planungsabteilung des Tiefbauamtes, an die vor einiger Zeit im Ortsbeirat vorgestellte Planungs-idee, die Fahrbahnen im Einmündungsbereich des Rungholtplatzes gleichmäßig zu verengen, wobei die Straßen sternförmig aufeinander zulaufen. Die derzeitige unübersichtliche und gefahrenträchtige Verkehrssituation würde dadurch beseitigt werden. Durch die Umbaumaß-nahme könnten zusätzliche Grünflächen am Rungholtplatz geschaffen werden. Die Frage der Finanzierung sei jedoch weiterhin ungeklärt. Auch in absehbarer Zeit sei nicht zu erwarten, dass die Baumaßnahme bewilligt werde. Das Tiefbauamt habe daher eine kostengünstigere Variante entwickelt. Als Lösung werde nunmehr die Errichtung eines Kreisverkehres vorgeschla-gen. Die einmündenden Straßen sollen mit Fuß-gängerfurten und 3,50 m breiten Verkehrsinseln versehen werden. Dies diene der Sicherheit der Fuß-gänger, insbesondere der Kinder beim Über-queren der Straßen zum Beispiel auf ihrem Schulweg. Da die vorhandenen Verkehrsinseln in modifizierter Form in das Konzept einbezogen werden könnten, sei diese Maßnahme mit einem Kostenvolumen von ca. 90.000 DM preisgünstiger als die ursprüngliche Planung, für deren Umsetzung 148.000 DM veranschlagt worden waren. Auf Bürgeranfrage betonte Herr Kinkeldei, dass Beiträge von den Anliegern nicht erhoben würden.
Der Ortsbeirat befürwortete den neuen Umgestaltungsvorschlag des Tiefbauamtes und wünschte eine möglichst schnelle Realisierung. Herr Kinkeldei wies darauf hin, dass auch für diese kostengünstigere Variante Haushaltsmittel zurzeit nicht zur Verfügung stünden.
Herr Lange, Mitarbeiter des Grünflächenamtes, berichtete von Überlegungen, in Suchsdorf einen Schiffsanleger in der Nähe der Gaststätte Marga-retental zu bauen. Er erinnerte daran, dass es bereits vor vielen Jahren in unmittelbarer Nähe des Ausflugslokals einen Anleger für die Personenschifffahrt gegeben habe. Die Stadt Kiel und rd. 30 Anliegergemeinden des Nord-Ostsee-Kanals von Kiel bis Breiholz hätten sich seit geraumer Zeit zusammengeschlossen, um gemeinsam Ideen und Strategien zur Förderung des Tourismus in der Region längs des Kanals zu entwickeln. Eines der gemeinsamen Ziele dieser Gemeinden sei, die Personenschifffahrt auf dem Kanal zu beleben und auszubauen. Der Aus- und Neubau von Schiffsanlegern biete die Möglichkeit, Verbindendes zwischen den Anlie-gergemeinden des NOK zu schaffen. Neue, zu-sätzliche Ausflugsziele könnten in das Pro-grammangebot der regionalen Reiseveranstalter aufgenommen werden.
Für Suchsdorf sei ein Anlieger in Holzbauweise geplant. Da die Uferböschung möglichst niedrig sein sollte, würde sich ein Standort anbieten, der sich ca. 300 m westlich der Gaststätte Margare-tental liege. Die Baukosten würden sich auf ca. 150.000 DM belaufen. Eine Finanzierung sei möglich, wenn neben den einzuwerbenden EU-Fördermitteln von bis zu 50 % der Gesamtkosten auch Spenden für das Vorhaben aufgebracht würden. Nach Auffassung von Herrn Lange kämen als Sponsoren Reedereien, Reisever-anstalter oder auch Kaufinteressenten für das Speiselokal Margaretental in Betracht, das zurzeit zum Verkauf angeboten werde. Die Stadt würde durch Eigenleistung der Mitarbeiter des Grünflächenamtes und durch Bereitstellung von Material dazu beitragen können, die Kosten zu reduzieren. Dass eine Finanzierungslücke durch Haushaltsmittel der Stadt Kiel geschlossen werde könnte, sei nicht vorstellbar. Herr Lange war zuversichtlich, dass der erste Spatenstich noch im Herbst diesen Jahres erfolgen könnte.
Neben dem Neu- und Ausbau von Anlegern hätten sich die Gemeinden längs des Kanals, so Herr Lange, auch für den Ausbau des Rad- und Wanderwegenetzes ausgesprochen. Das Reiter-wegenetz, das bis Hasseldieksdamm reiche, solle bis zum Gut Schwartenbek erweitert werden. Hierzu könnte ein bestehender Trampelpfad entlang des Kanals zum Reitweg ausgebaut werden, wenn es ebenfalls gelänge, für die Restfinanzierung von ca. 25000 DM Sponsoren, z.B. Reitervereinigungen, zu finden.
Die im Sommer des letzten Jahres angekündigte verkehrliche Maßnahme, die Ampeln so zu steuern, dass auf der Fahrt in die Innenstadt über den Steenbeker Weg/Olof-Palme-Damm eine "Grüne Welle" geschaltet ist, wird nunmehr erst im 2. Quartal diesen Jahres realisiert werden können.
Ortsbeirat
Nächste Sitzung des Ortsbeirates am Dienstag,
13. Februar 2001 um 19.30 Uhr, im Sportheim des SSV, Alter Steenbeker Weg.
Quelle: DER SUCHSDORFER, 315.Ausgabe von Februar 2001