Ortsbeirat Auch in der Ortsbeiratssitzung vom 10. Oktober 2000 ging es um das Thema "Suchsdorf an der Au - Votum des Ortsbeirates zu den B- Planentwürfen und zum Grünordnungsplan" . Neben den Mitgliedern des Ortsbeirates war an diesem Abend auch Herr Brandt als Vertreter des Stadtplanungsamtes anwesend. Herr Karl- Heinz Knoop stellte sich bei dieser Gelegenheit als neues Mitglied des Ortsbeirates vor. Er gehört der SPD an und wohnt in Klausbrook. Herr Knoop tritt die Nachfolge von Herrn Hans- Joachim Schulz an, der aus Suchsdorf verzogen ist. Grundlage der heutigen Diskussion war der B-Planentwurf, wie er bereits im ,Suchsdorfer' vom Oktober vorgestellt worden ist. Im Laufe des Abends ergaben sich dazu aber wieder eine Reihe von Fragen. Auf die Frage aus dem Publikum, ob eine Verlegung der Haupterschließungsstrasse nach Süden möglich wäre, antwortete Herr Brandt, daß die Straßenführung bereits festliege. Alternativen seien diskutiert worden und werden auch in der Begründung zum Entwurfsbeschluß genannt. Zum Verbleib einer aus den Plänen verschwundenen Streuobstwiese, teilte Herr Brandt mit, daß sie weiterhin geplant sei, im aktuellen Entwurf aber leider untergegangen sei. Er sicherte zu, diesen Punkt weiter zu verfolgen. Herr Kaffenberger vom Ortbeirat fragte nach der Ausweisung von öffentlichen Parkplätzen und speziellen Behindertenparkplätzen, sowie dem genauen Verlauf des Fußweges am Nienbrügger Weg. Herr Brandt erläuterte, daß im Planungsentwurf eine Gesamtverkehrsfläche festgelegt sei. Die endgültige Anlage der Parkflächen werde noch in Erwägung gezogen. Was den Fußweg im Nienbrügger Weg anbelange, sei ein Treffen mit den Anliegern geplant, um deren Vorstellungen zu erfahren und mit in die Planung einzubeziehen. Desweiteren stellte Herr Brandt fest, daß die Wärmeversorgung ausschließlich durch Anschluß des Baugebietes an das Fernwärmenetz, bzw. den Einbau von Photovoltaikanlagen erfolgen soll. Hierbei haben sich die Kieler Stadtwerke gegenüber der LEG durchgesetzt, um eine bessere Ausnutzung des Fernwärmenetztes zu erreichen. Private Ölheizungen seien nicht gestattet, wohl aber Kamine. Von Seiten des Ortsbeirates wurden die zu enggefassten Vorgaben bezüglich der Grundstückseinfriedung kritisiert. Der Ortsbeirat sprach sich für eine Änderung der Planungen dahingehend aus, daß lediglich eine einheitliche Höhe von ca. max. 1 m vorgeschrieben sein sollte und keine massiven Mauern gebaut werden dürften. Ein betroffener Anwohner wies auf die problematische Nähe der geplanten dreigeschossigen Wohnblöcke zur vorhandenen Bebauung hin. Herr Brandt erklärte, daß diese geplanten Gebäude als weithin sichtbare Orientierungspunkte im Baugebiet dienen sollen. Bei der weiteren Planung soll der Kritikpunkt aber erwogen und wenn möglich berücksichtigt werden. Nachdem Herr Brandt ausführlich auf die sehr strengen Naturschutzverordnungen bez. der vorhandenen Knicks verwiesen hatte, die z. B. keine Zerstörung zulasse, die durch Ausgleichszahlungen kompensiert werden kann, wies der Ortsbeirat auf genau diese Möglichkeit in den Planungsentwürfen hin. Herr Brandt mußte einräumen, daß leider nicht alle Knicks erhalten werden können und deshalb die Möglichkeit der ,Monetarisierung', sprich Ausgleichszahlung, vorgesehen sei. Auf besorgte Fragen erklärte Herr Brandt, daß bei der weiteren Planung jeder Bürgereinwand den Plänen beigefügt werde und in den Ausschüssen erwogen werden müsse. Der weitere Verlauf des Planungsverfahrens sehe zunächst das Votum des Ortsbeirates vor, danach Beschluß des Bauausschusses, eine 4-wöchige, öffentliche Auslegung der Pläne, dann Vorlage beim Umweltausschuß und danach Beschluß der Ratsversammlung. Bis August 2001 seien noch Änderungen der Pläne möglich. Ausgenommen sei lediglich die Straßenführung. Der Ortsbeirat wies auf die Einhaltung des 50m breiten Grünstreifens entlang der Au hin. Dieser Grundsatz müsse lt. Herrn Brandt leider an einer Stelle durchbrochen werden und der Abstand unterschritten werden. Im Übrigen formuliert der B-Planentwurf hierzu "in der Regel". Auf die Befürchtung eines Bürgers, daß es im Falle einer Renaturierung der Au zu Überschwemmungen kommen könne, verwies Herr Brandt auf ein positives hydrologisches Gutachten hierzu. Nach einer weiteren Debatte, in deren Verlauf die Befürchtung geäußert wurde, daß es noch zu viele strittige.Punkte gäbe, entschloß sich der Ortsbeirat dennoch zur Abstimmung. Der B-Planentwurf wurde mit 7 zu 1 Stimme beschlossen, unter der Voraussetzung, daß die Änderungswünsche des Ortsbeirates in die weitere Planung mit einfließen. Weitere Punkte der heutigen Sitzung waren u.a. der Abriß der hölzernen Fußgängerbrücke über die Au. Nachdem Herr Kötter von der Polizeistation wg. leichter Beschädigungen an der Brücke bei der Stadtverwaltung nachfragte, wurde ihm mitgeteilt, daß ein Ortstermin anberaumt werde. Zwei Tage später konnten Wanderer einen Totalabriß feststellen. Aufgrund fehlender Haushaltsmittel sei kein Ersatz vorgesehen. Ein schönes Beispiel für effektives und unbürokratisches Verwaltungshandeln? Zum Schluß wurde noch bekanntgegeben, daß aufgrund von Auseinandersetzungen zwischen der DB und dem Bahnhofseigentümer weder ein Fest noch eine Infoveranstaltung zur Wiedereröffnung des Suchsdorfer Bahnhofes am 5. November stattfinden werden. Die nächste Sitzung des Ortsbeirates findet am 14. November im Sportheim statt. Geplantes Thema Polizeireform'.