Ortsbeirat In der Sitzung des Ortsbeirates am 12. September d.J. erfolgte die Vorstellung der Entwürfe der Bebauungspläne und des Grünordnungsplanes "Suchsdorf an der Au". Zuvor jedoch erhielt Herr Ulf Jürgensen, Vertreter von DBZugBus, die Gelegenheit, über das zur Eröffnung des Regionalbahnhaltepunktes Suchsdorf vorgesehene Programm der DBZugBus zu informieren. Geplant sei ein Wiedereröffnungsfest "Bahnhof Suchsdorf" für die und mit den Bürgerinnen und Bürgern Suchsdorfs. Herr Jürgensen rief Suchsdorfer Vereine, Organisationen und Interessengruppen dazu auf, an der Ausgestaltung des Festes mitzuwirken (Anmerkung: nach aktuellerem Stand plant die DBZugBus kein Fest mehr, sondem eine Informationsveranstaltung). Der Vorsitzende des Ortsbeirates Reinhard Warnecke kritisierte zu Beginn der Vorstellung der Pläne zum Baugebiet Suchsdorf an der Au, dass der Ortsbeirat vorab nicht rechtzeitig genug die B-Pläne hätte einsehen können. Herr Brandt, Vertreter des Stadtplanungsamtes, gab als Grund redaktionelle Schwierigkeiten und Probleme bei den Terminabstimmungen der zu beteiligenden Ämter an. Herr Brandt erläuterte sodann das Bauleitplanverfahren. Die vorliegenden B-Planentwürfe würden im Rahmen der frühzeitigen Bürgerbeteiligung vorgestellt werden; im November d.J. werde die Ratsversammlung den Entwürfsbeschluss fassen. Ein von der LEG in Auftrag gegebenes hydrologisches Gutachten sei zu dem Ergebnis gekommen, dass die Böden nicht versickerungsfähig seien. Eine oberirdische Ableitung des Oberflächenwassers in Auffangbecken, sog. Schönungsteiche, käme daher nicht mehr in Betracht. Das Regenwasser werde nunmehr wie bislang üblich unterirdisch über Abwasserkanäle abgeleitet werden. Da dies zudem die kosten- günstigere Variante sei, sollen die freiwerdenden Gelder zur Renaturierung der Au verwandt werden. In den B-Plänen sei nunmehr auch festgeschrieben worden, dass der landwirtschaftliche Verkehr vom und zum Gut Schwartenbek über eine eigene südliche Umgehung des Baugebietes erfolgen werde. Herr Gieseler von der LEG erläuterte sodann die vorgesehene Bebauung des Geländes. Neben zwei Bereichen, in denen Geschosswohnungsbau vorgesehen sei, sollen ansonsten Reihen- sowie Einzel- und Doppelhäuser entstehen. Die Reihenhäuser sollen insbesondere entlang der Haupterschließungsstraßen gebaut werden. Im Ortsmittelpunkt des Baugebietes sei eine große innenhofbildende Anlage mit unterschiedlicher Nutzung geplant. Die Parzellierung der Grundstücke sei noch nicht abgeschlossen; es werde in jedem Fall Grundstücke mit unterschiedlichen Größen geben. Ein Verkaufsbüro werde noch in diesem Jahr in dem Baugebiet errichtet werden; bis jetzt hätten sich bis zu 600 Interessierte gemeldet. Informationsveranstaltungen zu den Bebauungsplanungen habe die LEG am 11. und 16. Oktober in der Stadtgalerie im neuen Rathaus, Andreas-Gayk-Straße vorgesehen. Herr Brandt wies darauf hin, dass die Planung zwei Kindertagestätten vorsehe; gebaut würden sie allerdings nur bei entsprechendem Bedarf. Ein möglicherweise erhöhter Raumbedarf der Grundschule durch Zuzug vieler junger Familien mit grundschulpflichtigen Kinder hingegen wird in der Planung nicht berücksichtigt. Das Schulamt haben einen entsprechenden Bedarf verneint. Bei den Gestaltungsmaßnahmen wollen die Planer möglichst wenig Vorgaben festlegen', gewisse Mindeststandards seien allerdings unerlässlich. Es würden drei Zonen mit unterschiedlich großen Gestaltungsfreiheiten geschaffen werden. So werde es entlang der Haupterschließungsstraßen einen stärker eingeschränkten Gestaltungsspielraum geben. Gestaltungsvorgaben werde es z.B. für Hausabstände von der Straße, Ausrichtung der Dachfirste, Nebenanlagen aber auch Einfriedigungen der Vorgärten geben. In den Randlagen hingegen mit der dort vorgesehenen Bebauung von Einzelhäusem würden größere Gestaltungsfreiheiten eingeräumt werden. Für Bauinteressierte werde eine Bauhermhandbuch erstellt, in dem zum Beispiel dargelegt werde, welche Bautypen mit weichen Gestaltungsspielräumen vorgesehen seien. Einer Agenda-Fibel der LEG könnten Informationen über Themen wie Niedrigenergie- oder Passivhäuser, Energieverbrauch oder Fördermittel entnommen werden. Einen Beschluss zu den vorgestellten 13- Planentwürfen will der Ortsbeirat in seiner kommenden Sitzung am 10. Oktober fassen. Im Zuge der vorgesehenen durchgängigen grünen Welle vom Rungholtplatz bis zum Olof-Palme-Damm soll auf Kosten einer Geradeausspur ein zweiter Linksabbieger an der Kreuzung Eckernförder Straße/Steenbeker Weg eingerichtet werden (Der SUCHSDORFER hat hierüber berichtet). Der Ortsbeirat beschloss nunmehr, dass aus der Rechtsabbiegerspur eine kombinierte Rechtsabbieger- und Geradeausspur werden solle. Somit könnten zwei Geradeausspuren Richtung Innenstadt erhalten bleiben.