Aus "Der Suchsdorfer", 310. Ausgabe September 2000 Ortsbeirat Im Rahmen der frühzeitigen Bürgerbeteiligung ist in der Sitzung des Ortsbeirates am 11. Juli d.J. der Gestaltungsplan zum Bebauungsplan Nr. 861 vorgestellt worden. Diese Pläne erfassen die Bebauung, die vom Sylter Bogen, vom Amrumring und vom Föhrer Weg erschlossen wird. Herr Neustadt vom Stadtplanungsamt brachte das Baubegehren der KWG im Jahre 1996 in Erinnerung. Auf den Freiflächen vor den beiden Hochhäusern sollten zwei Reihenhauszeilen und ein Geschosswohnungsbau errichtet werden. Es gab seinerzeit massiven Protest der Anwohnerinnen und Anwohner gegen die Lückenbebauung, dem der Ortsbeirat in seinem Beschluss Rechnung getragen hatte, indem er sich gegen die Pläne der KWG aussprach und eine Veränderungssperre forderte. Der nunmehr vorgestellte B-Plan sichert die seinerzeit für die Bebauung vorgesehenen Flächen als Frei- und Erholungsflächen. Hieran sei zu erkennen, so hob Herr Neustadt hervor, dass die frühzeitige Bürgerbeteiligung sehr ernst genommen würde. Der jetzige Gestaltungsplan lasse indes die Aufstokkung der Ladenzeile am Amrumring um ein Geschoss zu. Vorstellbar sei hier sowohl die Schaffung von Wohnraum als auch von Räumlichkeiten für Praxen oder Dienstleister z. B. im Bereich der Inforrnationstechnologie. Daneben enthalte der Gestaltungsplan auch die Option, die Stellplatzflächen bei den Hochhäusern zu Parkpaletten umzubauen, falls entsprechender Bedarf an Stellflächen für PKW in der Zukunft entstehen sollte. Herr Siegner vom Tiefbauamt stellte das Konzept "Lichtzeichenanlagen Eckemförder Straße" vor. Nachdem die Geschwindigkeitsbeschränkung auf der Eckernförder Straße ab Kreuzung OlofPalme-Damm bis zum Rungholtplatz von 70 über 60 auf nunmehr 50 km/h heruntergesetzt worden sei, sei es notwendig geworden, die Ampelanlagen diesen Vorgaben anzupassen, um eine möglichst weitreichende grüne Welle schalten zu können. Hierzu sollen die Ampeln der Eckernförder Straße mit neuer Programmtechnik und Induktionsschlc ifan ausgestattet werden, kündigte Herr Siegner an. Die Länge der Ampelphasen würde dann dem jeweiligen Verkehrsaufkommen angepasst werden können. Aus technischen Gründen sei es allerdings nicht möglich, eine grüne Welle für die gesamte Eckernförder Straße zu realisieren. Stadteinwärts werde es an den Kreuzungen Steenbeker Weg und Gutenbergstraße Rotphasen geben. Aus diesem Grund und zur Entlastung der Eckemförder Straße werde vom Tiefbaubauamt vorgeschlagen, alternativ zur Eckernförder Straße als Verbindung von Suchsdorf zur Innenstadt die Straßenführung über den Olof-Palme-Damm in das Verkehrskonzept einzubeziehen. Vom Rungholtplatz kommend sollen auf Kosten einer Geradeausspur ein zweiter Linksabbieger an der Kreuzung Eckernförder Straße/Steenbeker Weg und eine durchgängige grüne Welle bis zum Olof-Palme- Damm diesen Verbindungsweg in die Innenstadt attraktiver machen. Um die zweite Geradeausspur zu erhalten, wurde von einzelnen Mitgliedern des Ortsbeirates und Bürgerinnen und Bürgern vorgeschlagen, die Rechtsabbiegerspur durch eine kombinierte Rechts- und Geradeausspur zu ersetzen. Der Rückstau der rechtsabbiegenden wartepflichtigen Fahrzeuge bei Querung von Fußgängern und Radfahrern in die Eckernförder Straße hinein wurde von anderen Diskussionsteilnehmern hierbei als durchaus problematisch angesehen. Nach Auffassung von Herrn Siegner sei eine Umsetzung dieses Konzeptes schon zum Herbst d.J. möglich. Die Mitglieder des Ortsbeirates verständigten sich darauf, in der Septembersitzung einen Beschluss zu diesem Thema zu fassen. Herr Lembke, stellvertretender Vorsitzender des Ortsbeirates, informierte darüber, dass ab 24. Juli mit den Tiefbauarbeiten zum Bau der neuen Schul- und Vereinssporthalle am Nienbrügger Weg begonnen werden soll. Es bestünde die baurechtliche Möglichkeit, die Halle um einen Meter breiter zu bauen, um eine kleine Zuschauertribüne zu errichten (Eine Sitzreihe für ca. 80 Personen, eine Stehreihe). Die hierfür zusätzlich erforderlichen Kosten in Höhe von ca. 120.000 DM würden allerdings weder von der LEG noch von der Stadt Kiel oder dem Land übernommen, sondern seien vielmehr von der Suchsdorfer Bevölkerung aufzubringen. Entsprechende Spendenaufrufe an die Suchsdorfer Bürgerinnen und Bürger wurden von Herrn Lembke angekündigt. Herr Lembke stellte weiter die Bemühungen des SSV dar, sich in die Planungen der Ausgestaltung und Ausstattung der neuen Schul- und Vereinssporthalle einzubringen. So werde der SSV seine Ideen zur Markierung des Hallenbodens vortragen. Neben der Markierung eines Handballfeldes und von Basket- und Volleyballfeldern sei auch die Markierung von sechs Badmintonfeldem vorgesehen, die es ermöglichten, Meisterschaften im Badminton zu regulären Wettkampfbedingungen auszutragen. Von Bürgerseite wurde bemängelt, dass in Suchsdorf aufgestellte Container für Altkleider vom Betreiber nicht ausreichend genug entleert würden. Kleinere und auch bisweilen größere Kleiderberge würden an diesen überfüllten Containem entstehen und einen Anziehungspunkt nicht nur für Ratten darstellen. Es sei nicht möglich gewesen, in der Stadtverwaltung einen hierfür zuständigen Ansprechpartner zu ermitteln. Der Ortsbeirat sagte hierbei seine Hilfe zu.