Ortsbeirat

In seiner Sitzung am 14. März d.J. befasste sich der Ortsbeirat mit der Gestaltung der Außenanlagen für die neue Sporthalle und des Schulhofgeländes der Grundschule am Nienbrügger Weg. Vorgestellt wurde die Planung von Herrn Bendfeldt vom gleichnamigen Planungsbüro und Herrn Scholz vom Amt für Schulwesen; die ebenfalls an der Planung beteiligte LEG ließ sich entschuldigen. Hervorgehoben wurde von den Planern, dass mit den vorgesehenen 45 Kfz-Stellplätzen mehr als gesetzlich gefordert vorgehalten würden. Das entspricht allerdings etwa der Anzahl an Stellmöglichkeiten, die bereits heute schon vorhanden sind. Die neuen Spielflächen für die Schüler der Grundschule seien im Süden der Schulbaracken geplant - also zwischen dem Parkplatz und den Schulgebäuden. Ein "optischer Schutz", gemeint war eine Hecke, soll Parkplatz und Pausenhof voneinander trennen. Auf Höhe des Wanderweges, der zwischen der neuen Turnhalle und der Kindertagesstätte erhalten bleiben soll, soll für das Bringen und Abholen der Kinder für die PKWs eine Wende- und Warteschleife errichtet werden. Hiervon versprechen die Planer sich ein für die Kindergarten- und jungen Schulkinder möglichst gefahrloses Ein- und Aussteigen. Die Planer betonten,dass die LEG die Maßnahmen für den neuen Schulhof finanzieren würden, die durch den Turnhallenbau bedingt seien. Der Beginn der Bauarbeiten werde frühestens im Sommer d.J. erfolgen. Diskutiert wurden im weiteren die geplante Veränderung und damit verbundene Verbreiterung der Straßenführung des Nienbrügger Weges, Vor- und Nachteile der vorgesehenen Wendeschleife, der Erhalt eines Oberweges für die Kinder zur Querung des Nienbrügger Weges und mögliche Standorte für Bushaltestellen des OPNV. Der Ortsbeirat nahm abschließend die vorgestellte Planung zunächst lediglich zur Kenntnis. Wie bereits in vorhergehenden Sitzungen des Ortsbeirates wurde die geplante Nachverdichtung im Bereich Trischenweg/Hoogewinkel heftig diskutiert. Insbesondere Anlieger fühlen sich mit ihren Anliegen und Bedenken nicht Ernst genommen. Die Stadt sei ihrem Wunsch nach Gesprächen bislang nicht nachgekommen. Der Vorsitzende des Ortsbeirates, Herr Reinhard Warnecke, räumte zwar ein, dass der Bauauschuss sich zwischenzeitlich für eine Nachverdichtung ausgesprochen habe. Der Stadtbaurat habe ihm aber zugesichert, dass für die drei Flächen - obwohl rechtlich nicht erforderlich - Bebauungspläne aufgestellt würden. Die Bebauung sei so zwar nicht verhindert worden, aber die Beteiligungsrechte der Bürgerinnen und Bürger und für den Ortsbeirat würden somit weiter gewahrt. Das CDU-Ratsmitglied Dr. Arne Wulff wies auf das knappe Abstimmungsergebnis im Bauauschuss hin (7:6) und empfand den Beschluss als unerträglich, zumal er mit der Option verknüpft worden sei, von einer Flachdachbebauung abzusehen. Zuvor hätten die Anwohner des Ostsee- und des Nordseeviertels die Stadt über die Jahre immer wieder erfolglos gebeten, von der Auflage der Flachdachbebauung abzusehen. Aufwendige und teure Flachdachsanierungen seien die Folge gewesen. Der Ratsherr der SPD Thomas Wehner indes rechtfertigte den Beschluss des Bauausschusses auch mit dem Hinweis darauf, dass es immer wieder Bauinteressenten gebe, die einer Lückenbebauung gegenüber einem Hausbau "auf der grünen Wiese" wie z.B. Suchsdorf an der Au den Vorzug geben würden.

Die plötzliche Entfernung von Rotdornsträuchern wegen Pilzbefalls, von der der Ortsbeirat genauso überrascht wurde wie die Suchsdorfer Bürgerinnen und Bürger, nahm der Ortsbeirat zum Anlass, um für eine der nächsten Sitzungen des Ortsbeirates Vertreter des Grünflächenamtes einzuladen. Mit ihnen soll die weitere Gestaltung des Dorfteiches diskutiert werden.

Zu den wiederkehrenden Themen des Ortsbeirates gehört auch das Reiten auf Suchsdorfer Wegen. Aus Rücksicht auf Spaziergänger sollten die Reiter auf Wanderwegen hintereinander und am Wegrand reiten, damit der Weg auch für das "Fußvolk" weiterhin passierbar bleibt. Dies war zumindest die gemeinsame Bitte von Suchsdorfer Bürgerinnen und Bürgern und dem Ortsbeirat. Verbunden wurde dies mit dem Appell an die Reiterinnen und Reiter, nur die zum Reiten zugelassenen Wege zu benutzen.